Berggasthof ** Albergo Rifugio PRALONGIÀ - Alta Badia - Dolomites - South Tirol - Italy - Tel. +39 0471 836072

 
 

Zur Geschichte...

Die Geschichte des Berggasthofs Pralongià reicht zahlreiche Jahrzehnte zurück. Ende der 20er Jahre besaß ein Bauer aus La Villa eine Wiese mit einer kleinen Hütte sowie einem Stall in unmittelbarer Nähe wo heute die sogenannte „alte“ Pralongià steht.

Die Familie Pescolderung, eine zahlreiche Familie mit 17 Kindern, führte eines der ersten Hotels, das Hotel Dolomiti, in La Villa. Oft unternahmen deren Söhne, v.a. Konrad, Siegfried und Peter Skitouren mit ihren Gästen und führten diese auf die beliebten „Prà-lunc’“ (bedeutet: lange Wiesen).
Einige Gäste äußerten den Wunsch einer kleinen Schenke auf diesem idyllischen Fleckchen Erde; und so kam es, dass der Bauer zusammen mit den drei Pescolderung-Söhnen in seiner Hütte einige Getränke ausgab. Die eifrigen jungen Männer wollten ihren Gästen mehr anbieten und dank der bereits im Ausland angeeigneten gastronomischen Erfahrung von Siegfried, entstand die Idee des heutigen Berggasthofs.


 Die damalige Armut gab den Söhnen die nötige Energie und die Kraft, die mühevolle Arbeit anzugehen und von weitem Steine, Holz und Sand anzuschleppen um ein kleines Berghaus aufzubauen.





 So entstand 1932 das von Siegfried getaufte Berghaus „Pralongià“, das sogar schon über einige Zimmer verfügte. Das Essen wurde zuerst vom Hotel Dolomiti täglich zum Berghaus geschleppt.





 Die fleißigen Brüder setzten sich noch hohe Ziele und so wurde das Haus bereits 1936 erweitert. Konrad skizzierte, dank der angeeigneten Kenntnisse an der Schule in Cortina, den ersten Plan seines bald selbst geführten Berghauses. Der Bozner und in München lebende Ingenieur Sachs plante und berechnete den Bau.
Sehr bald setzten sich die Brüder neue und noch höhere Ziele, bis Konrad eine neue Hütte skizzierte, die auf Cherz zu bauen begonnen wurde. Der Bruder Peter wollte am Cherz sein Glück versuchen, was dann aber aufgrund des 2. Weltkrieges nur ein Traum blieb.
Konrad kümmerte sich mittlerweile allein um das Berghaus Pralongià, das schon damals ein beliebtes Ausflugsziel sei es im Winter als auch im Sommer war. Konrad wollte seinen Gästen und zahlreichen Stammgästen immer mehr Komfort anbieten, bis er dann 1951 trotz vieler Gegner, den Strom ins Haus brachte und anschließend den Telefon, der unter der Rufnummer 22 im Berghaus klingelte.

Einige Jahre nach dem 2. Weltkrieg begann der Tourismus langsam zu florieren. Gäste v.a. aus Triest, Mailand, Genua und auch aus Bayern begannen die atemberaubende Dolomitenlandschaft zu lieben. Zusammen mit Gästen aus Triest hatte Erich Kostner, der Liftanlagen Pionier aus Corvara, bereits 1938 den ersten Schlittenaufzug zum Col Alto entwickelt. 1947 entstand dank Erich Kostner und noch wenigen Anhängern der erste Sessellift Italiens, der zum Col Alto führte und sich noch auf Holzpfählen stützte. Diese ersten Schritte des Wintertourismus in Südtirol wurden Jahr für Jahr ausgebaut und erweitert. Skilifte wurden langsam errichtet; Erich Kostner’s Traum eines Skikarussells wurde langsam Realität.


 1959 schuf auch Konrad Pescolderung einen Skilift in der Nähe seines Berghauses. Der Lift wurde mittags abgestellt, damit der Liftmann zu Mittag essen gehen konnte. Diese Pionier-Entwicklungen sind wertvolle Grundlagen und bedeutende Beiträge für das, was der Tourismus heute in Alta Badia ist.










 Natürlich schmiedete auch Konrad Pescolderung immer neue Pläne und schuf mit seinem unermüdlichen Fleiß 1966 das Hotel La Plaza in Corvara. Der Tourismus lebte seine volle Blüte. Die Dolomiten, die bleichen Berge, zogen Sommer- und Wintergäste regelrecht an und so wurden die Betten der Bergdörfer Alta Badia’s gefüllt.
1975 öffnete Konrad eine neue Baustelle, den 1976 eröffneten Berggasthof Pralongià, der sei es tagsüber für Passanten als auch abends für Hausgäste der Ort ist, an dem man den Alltag und die Sorgen vergisst.
Eine kleine Kappelle wurde in der Nähe des Hauses errichtet und 1977 dem Hl. Antonius geweiht. Antonia hieß nämlich die 1972 verstorbene Gemahlin Konrads, die sich seit jeher ein Kirchlein auf der Höhe gewünscht hatte. Diese Kappelle war bereits Schauplatz einer Taufe des jüngsten Sohnes der Familie Niederkofler/Pescolderung sowie einer Hochzeit treuer Stammgäste; auch die Aschen des Vaters der vermählten Tochter, wurden wunschgemäß dort beigesetzt.
Obwohl sich heute Tourismus immer schneller entwickelt, anders gelebt wird als damals und mittlerweile der wichtigste Wirtschaftszweig von Alta Badia ist, wird die Bewahrung und Pflege der Traditionen und der Kultur ein immer bedeutender Kernpunkt, der Südtirol und somit auch Alta Badia von anderen Destinationen unterscheidet. Ein großes Dankeschön für das was wir heute sind gebührt den Pionieren des Tourismus und vor allem unseren Vater und Opa Konrad Pescolderung.

Herzlichen Dank!

 
 
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